How deep is your Fake

Deepfakes - einfach erklärt!

Dank der regierenden Berliner Bürgermeisterin ist das Thema Deepfake wieder mal in die öffentliche Diskussion gespült worden. Dabei steht wohl in diesem konkreten Fall - Video-Call mit W. Klitschko - noch nicht fest, ob es wirklich um ein Deepfake Video oder doch nur gut zusammengeschnittenes Videomaterial handelt. 

Deepfake setzt sich aus den Begriffen Deep Learning und Fake zusammen. Es sind realistisch wirkende Medieninhalte (Foto, Audio und Video), die durch Techniken der künstlichen Intelligenz (KI) manipuliert worden sind.

Wie auch immer, es hat gereicht die Politikerin und ihren Stab hinters Licht zu führen und zu blamieren.

Doch was sind Deepfake Videos (und Audios) eigentlich?

Im Grunde sind Deepfakes nichts Neues. Es sind manipulierte Medieninhalte. Mit einer lustigen App oder früher mit Schere und Kleber wird der Kopf vom Papa mal auf einen Frauenkörper gesetzt. Lustiger Kinderkram eben.

Doch heute sieht das anders aus. Die lustigen Apps gibt es immer noch. Doch aus den Kinderschuhen ist Deepfake schon lange rausgewachsen. Fotos, Audio- oder Videoaufnahmen werden bewusst verfälscht. Meist mit dem Hintergrund eine destruktive Wirkung zu entfalten. Also die Person angreifbar zu machen, der Lächerlichkeit preiszugeben oder auch zu erpressen.

Künstliche Intelligenz und exzellente technische Programme schaffen es, nahezu realistisch wirkendes Bild- und Videomaterial zu erstellen. Die potenzielle Sprengkraft für Politik und Gesellschaft dürfte klar sein.

Datenschützer, IT Security und Technologie Konzerne arbeiten an Programmen, deren KI in der Lage sein soll, durch Deepfake manipulierte Videos zu erkennen,  zum Beispiel der Video Authenticator von Microsoft.

Lust auf ein eigenes Deepfake Video?

Ganz einfach. Dazu reicht es ein paar Filter bei TikTok zu suchen, die sogenanntes Face Swap ermöglichen. Also das eigene Gesicht oder Teile davon auf das einer anderen Person zu setzen. Fake Apps gibt es zur Genüge im den App Stores. Am besten lernt man solche Technologien ja beim spielerischen Umgang mit ihnen. Empfehlen werde ich jetzt aber keine App. 

Es gibt also jede Menge harmloser Anwendungen von Deepfake Technologie zur Unterhaltung. Hollywoods Blockbuster Maschinerie kommt ohne den Einsatz solcher Technologien gar nicht mehr aus.

Hinweis: Vorsicht beim Umgang mit Deepfakes!

Sie sollten keine Deepfakes erstellen und verbreiten, die anderen Personen auf irgendeine Art und Weise Schaden zufügen könnten und somit einen Straftatbestand erfüllen würden. Respektieren Sie die Persönlichkeits- und Bildrechte anderer Menschen und verwenden Sie niemals deren Bilder oder Videos, ohne deren Einverständnis.

Wenn Sie mehr über Deepfakes erfahren möchten empfehle ich Ihnen zum Eintieg diesen

LinkedIn Learning Kurs: Deepfake-Videos

Fazit

In diesem Sinne halten Sie Ohren und Augen gut auf.

Über den Autor

Christian Rahn 

Christian Rahn ist Berater, Projekt Manager und Marketing Mentor sowie Autor und Podcaster zu den Themen Marketing, Vertrieb und Digitalisierung im Mittelstand. Sein Ziel: Unternehmer und ihre Teams zu befähigen, ein exzellentes, kundenzentriertes Marketing zu betreiben. 

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